Arbeitswohlfahrt in der Grafschaft Bentheim

Zielsetzung und Methoden


Zielsetzung

Die Ziele unserer Arbeit sind im Wesentlichen die körperliche, psychische und soziale Stabi-lisierung der Bewohner, um ihnen eine abstinente Lebensführung zu ermöglichen. Dazu bie-ten wir ihnen ein suchtmittelfreies Umfeld und vielfältige Hilfestellungen. Die Selbstbestim-mung und Aktivierung eigener Ressourcen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Methoden

Jedem Bewohner wird nach dem Einzug ein Bezugsbetreuer als Ansprechpartner zur Seite gestellt. Mit diesem kann der Bewohner seine persönlichen Wünsche und Ziele besprechen. Gemeinsam mit dem Sozialdienst werden in einem individuell verfassten Hilfeplan diese Ziele ergänzt und deren Umsetzung geplant, begleitet und transparent dokumentiert.

Der Sozialdienst bietet Beratung, Begleitung und Unterstützung in allen administrativen Angelegenheiten wie zum Beispiel bei der Schuldenregulierung und dem Schriftverkehr mit Behörden. Die Intensität der Unterstützung ist entsprechend des Hilfebedarfs ausgerichtet.

Der Sozialdienst steht jedem Bewohner als Ansprechpartner für Entlastungsgespräche, bei psychosozialen Fragen, Auseinandersetzungen mit Angehörigen oder bei suchtspezifischen Themen zur Verfügung. Die Förderung der Einsicht in die eigene Rückfalldynamik, Kriseninterventionen und die Rückfallaufarbeitung ergänzen die Angebote des Sozialdienstes.

Die Mitarbeit in einem der vielen Arbeitsbereiche ist für unsere Bewohner verbindlich. Hier lernen die Bewohner, ihrem Leben eine Struktur zu geben. Durch Erfolgserlebnisse innerhalb ihrer Tätigkeiten erfolgt eine Sensibilisierung zur Wahrnehmung eigener Ressourcen und Grenzen.

Jeder Bewohner hat die Möglichkeit, an den vielfältigen Angeboten der Ergotherapie teilzunehmen. In diesem Rahmen werden unter anderem die kognitiven Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Merkfähigkeit und Gedächtnis innerhalb eines neurofunktionalen Trainings eingeübt. Bedürfnisorientiert finden gestalterische und spielerische Tätigkeiten oder auch Koch- und Einkaufstrainings statt.

In den ersten Wochen nach der Aufnahme dient die Ergotherapie dazu, die Einrichtung und deren Strukturen kennenzulernen. Das Freizeitverhalten unserer Bewohner war bisher vielfach von der Suchterkrankung beherrscht. Die Heranführung an einen ausgewogenen Lebensstil und einer sinnhaften Freizeitgestaltung sind daher sehr wichtig für ein abstinentes Leben. Die Teilnahme an einer unserer vielfältigen Freizeitangebote ist deswegen verbindlich für unsere Bewohner.

Einige Bewohner haben aufgrund ihrer Suchterkrankung den Kontakt zu Familie und Freunden verloren. Auf Wunsch des Klienten kann eine Unterstützung beim Kontaktaufbau erfolgen. Bei bestehender gesetzlicher Betreuung erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem gesetzlichen Betreuer und ggf. weiteren Behörden und Institutionen.

Es ist wichtig, dass sich die Rehabilitation nicht nur innerhalb Einrichtung abspielt. Aus diesem Grund unterstützen wir den Anschluss an eine Selbsthilfegruppe oder anderen ortsnahen Hilfsangeboten.

Zur Entlassungsvorbereitung wird eine individuelle Hilfeplanung mit dem Bewohner und ggf. seinem Betreuer erstellt. Im Vorfeld haben die Bewohner idealerweise bereits verschiedene Phasen im Wohnheim durchlaufen und fühlen sich dadurch gefestigt, den Schritt in die Eigenständigkeit zu gehen.

In der Auszugsvorbereitung wird auch die Möglichkeit des Ambulant Betreuten Wohnens besprochen.

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